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Traumapädagogik

Kinder und Jugendliche in der Jugendhilfe haben häufig die Erfahrung sexualisierter, körperlicher und psychischer Gewalt und Vernachlässigung gemacht. Neue Erkenntnisse belegen, dass Kinder und Jugendliche, die gewaltbereites und aggressives Verhalten zeigen, ebenfalls häufig Opfer von Gewalt sind oder waren.

Die Kinder und Jugendlichen, die diese „tiefgreifende seelische Verwundung", also ein „Trauma", erlebt haben, benötigen ein besonderes Verständnis und eine wohlwollende, wertschätzende Begleitung.

Psychotraumatologische Erkenntnisse werden in der Psychotherapie schon seit längerem umgesetzt werden. In den letzten Jahren wurde auch in der Pädagogik ein eigenständiger traumapädagogischer Ansatz entwickelt, der Konzepte in Jugendhilfe und Schule und die Haltung der pädagogisch Handelnden beeinflusst.

Gerade traumatisierte Kinder und Jugendliche sind in ihrer Persönlichkeit zu tiefst verunsichert und haben Bewältigungsstrategien entwickelt, die sowohl selbstschädigend sein können, als auch in Aggressionen gegen andere übergehen können. Oft sind die Handlungen auf den ersten Blick nicht nachvollziehbar und fordern uns als pädagogisch Handelnde immer wieder in unserer Geduld und unserem Verständnis heraus.

Die entscheidende Frage ist, was traumatisch belastete Kinder und Jugendliche, Mädchen und Jungen stärkt und wieder selbstsicherer macht. Und welche Angebote die Jugendhilfe hier machen kann. Ausgehend von den aktuellen Erkenntnissen, bedürfen traumatisierte Kinder und Jugendliche stabilisierender Hilfen, verbindlicher Beziehungsangebote und ressourcenstärkender, sicherer Räume. Eine konfrontierende Arbeit ist häufig kontraindiziert und kann aggressives bzw. autoaggressives Verhalten verstärken, zu Retraumatisierungen führen oder zu Reinszenierungen erlebter Gewalt durch die Jugendlichen.

Die Angebote von PINK Beratung & Training greifen diese Aspekte auf und bieten eine praktische, erfahrbare und alltagstaugliche Umsetzung. Mit künstlerischen, kulturpädagogischen, sowie kreativen, ausdrucks-therapeutischen und erlebnisorientierten Gruppenangeboten und Projekten können die Mädchen und Jungen in einem geschützten geschlechterdifferenzierten Rahmen die Erfahrung der Selbstwirksamkeit machen, sich ausprobieren, Handlungsspielräume erweitern und neue Verhaltensstrategien erlernen.

In einem sicheren Rahmen mit klaren, reflektierten Bezugspersonen darf sich ein neues Vertrauensverhältnis und eine sichere Bindung entwickeln.

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